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Die Schultheorie Georg Kerschensteiners

Eine hermeneutische Rekonstruktion ihrer Genese

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Renate Adrian

Die Aufarbeitung von Kerschensteiners Schultheorie ist bis heute Desiderat geblieben, obwohl seine Schriften zur Schulreform und insbesondere sein letztes Werk Theorie der Bildungsorganisation die Untersuchung seines Werkes unter schultheoretischen Gesichtspunkten nahelegen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit ist die historisch-hermeneutische Rekonstruktion von Kerschensteiners Schultheorie in ihrer Genese unter Einbeziehung der realgeschichtlichen Situation, wobei auch die Frage nach der historischen und systematischen Bedeutung seiner Schultheorie beantwortet wird. Neben der immanenten Interpretation soll also eine kritisch-analytische in historisch-systematischer Hinsicht die damals und noch heute richtungsweisenden Aspekte der Schultheorie Kerschensteiners eruieren. Gegenüber der ambivalenten Beurteilung seines Werkes in der Kerschensteiner-Forschung, - die sich zum einen auf die Frage nach der Kontinuität der Theoriegenese bezieht, zum anderen auf die pädagogische Relevanz und ihre politischen Implikationen-, wird hier nachgewiesen, daß Kerschensteiners Schultheorie, von einer modifizierten Kontinuitätsthese ausgehend, interpretiert werden kann als demokratisch-engagierte pädagogische Theorie.
Aus dem Inhalt: Theoretische Bearbeitung zentraler Schulreformprobleme - Bildungstheoretisch begründete Erfassung von Schule in der Theorie der Bildungsorganisation - Kerschensteiners Schultheorie im Vergleich mit damaligen Schultheoretischen Konzepten der geisteswissenschaftlichen Pädagogik.