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Studien zum «Mini-Boom» der «Nueva Narrativa Chilena»

Literatur im Neoliberalismus

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Kathrin Bergenthal

In der ersten Hälfte der 90er Jahre proklamierten chilenische Schriftsteller, Verlage und Feuilletons die Existenz einer neuen Erzählliteratur, der sogenannten Nueva Narrativa Chilena. Da einige Neuerscheinungen unerwartet hohe Auflagen erzielten, kam die Rede vom chilenischen Mini-Boom auf, als dessen Träger sich die überwiegend neoliberalen oberen Schichten bestimmen lassen. Die Arbeit analysiert zunächst die polit-ökonomischen, verlegerischen, journalistischen und literarhistorischen Voraussetzungen des Mini-Boom, bevor sie sich mit den kommerziell erfolgreichsten Autorinnen und Autoren sowie ihren Texten auseinandersetzt. Das Abschlußkapitel diskutiert ausgehend von den Untersuchungsergebnissen Probleme der aktuellen Literatursoziologie, insbesondere Pierre Bourdieus Theorie des literarischen Feldes.
Aus dem Inhalt: Zur politischen und sozioökonomischen Situation Chiles von 1973 bis 1994 - Das Verlagswesen in Chile - Literaturjournalismus in Chile - Literarisches Leben in Chile seit den 80er Jahren: Die Entstehung der Nueva Narrativa Chilena - Die Autorinnen und Autoren - Die Texte - Wissenschaftlicher Kontext und Resümee: Literatursoziologie in Praxis und Theorie.