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Komplexitätsbewältigungsstrategien in der neueren Philosophie: Michel Serres

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Richard Jochum

Die Untersuchung fragt nach neuen Ansätzen in der Theoriebildung, die hinsichtlich komplexer Fragestellungen weitestgehend anschlußfähig sind - die es also erlauben, auch komplexe Problemstellungen zu bearbeiten. Anhand eines systematischen Vergleichs der Verwendungsmilieus des Komplexitätsbegriffs läßt sich feststellen, daß Komplexität ein für die exakten und humanen Wissenschaften (und auch andere Formationen der Kultur) gleichermaßen relevantes Phänomen ist. Auf der Basis der international bereits beachteten, im Deutschsprachigen noch wenig bekannten Arbeit von Michel Serres, einem französischen Wissenschaftstheoretiker und Philosophen, werden - aufgrund des Komplexitätsproblems - Übergänge zwischen den beiden Kulturen aufgezeigt. Ausgangspunkt ist dabei die Behauptung, daß Wissenschaften, die ein hohes Maß an Problembewußtsein integrieren, ihre Fähigkeit zur Lösung komplexer Fragestellungen (ihre Komplexitätskompetenz) steigern.
Aus dem Inhalt: Historisch-systematischer Abriß der Verwendungsmilieus des Komplexitätsbegriffs - Einführung in und Untersuchung des Werks von Michel Serres, ausgehend von Gaston Bachelard und dem Strukturalismus - Topologie und Typologie des Komplexitätsbegriffs bei Serres - Dessen Konzept der fundamentalen Komplexität, seine Kultur- und Strategiekritik.