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Zur politischen Identität der Europäischen Staatengemeinschaft

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Johannes Pollak

Die Arbeit unternimmt den Versuch, grundlegende Merkmale kollektiver Identität auszumachen. Eine Bestimmung der verschiedenen Kontexte strukturiert die Verschränkung von personaler und kollektiver Identität, verstanden als Balanceleistungen zwischen divergierenden Ansprüchen. In einer Analyse werden Handlungs-, Verantwortungs-, Abgrenzungs- und Legitimitätsfähigkeiten als notwendige Elemente definiert. Kollektive Identität ist in modernen Gesellschaften nur noch als politische konstruierbar. Sie beruht auf einem diskursiven Thematisierungs- und Willensbildungsprozeß und kann nur eine Momentaufnahme gesellschaftlicher Organisation und deren Repräsentation sein. Ethnos, Regnum, Imperium und Nationalstaat werden als Konstruktionen und Deutungsangebote der Politik verstanden. Abschließend wird die Frage thematisiert, inwieweit der Europäischen Union bereits kollektive politische Identität zukommt.
Aus dem Inhalt: Begriffsklärung und Katharsis - Identität im Kontext - Eine Konzeption kollektiver Identität - Legitimation, Repräsentation und Öffentlichkeit - Zur kollektiven Identität der Europäischen Union.