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Fremde in der Stadt (1300-1800)

Die Rechtsstellung Auswärtiger in mittelalterlichen und neuzeitlichen Quellen der deutschsprachigen Schweiz

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Claudia Seiring

Die Studie untersucht die Rechtsstellung der Fremden im Mittelalter (ab ca. 1300) und in der Neuzeit bis zum Beginn der Helvetik 1798. Als Grundlage dienten vorrangig Rechtsquellen der deutschsprachigen Kantone der schweizerischen Eidgenossenschaft, wobei der Kanton Bern wegen seines reichen edierten Quellenmaterials besondere Berücksichtigung fand. Rechtsvergleichend wurden auch Quellen aus dem angrenzenden oberdeutschen Wirtschaftsraum herangezogen. Neben Untersuchungen zum Begriff des Fremden in rechtlichen und volkskundlichen Quellen und in der Literatur sowie allgemeinen fremdenrechtlichen Bestimmungen zum Liegenschaftserwerb, zur Heiratserlaubnis, zum Erbrecht und zum Erwerb des Bürgerrechtes wurden Regelungen aus verschiedenen Rechtsbereichen für fremde Kaufleute, lombardische Geldwechsler, Steinmetzen, Pilger, Studenten, Spielleute, Bettler und Henker untersucht und um Aspekte aus dem Bereich der Volkskunde (Volkslied, sprichwörtliche Redensarten, Nahrungsethnologie) und rechtlichen Volkskunde (Abzeichen, Kleidung, Rechtsbrauch) ergänzt.
Aus dem Inhalt: Begriff des Fremden - Regionales und soziales Herkommen - Aufnahme ins Bürgerrecht - Liegenschaftserwerb - Familien- und erbrechtliche Bestimmungen - Steuern und Abgaben - Arbeitsvorschriften - Organisationsformen - Gerichtsverfahren - Unterkunft - Verpflegung - Kleidung - Kennzeichen - Sprichwörtliche Redensarten und weitere volkskundliche Aspekte.