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Die Gottesvorstellung Heliodors in den Aithiopika

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Rosemarie Bargheer

Die «Aithiopika» Heliodors wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit im 4. Jahrhundert n.Chr. verfaßt. Der Autor verwendet zur Ausschmückung seines Romanes nachweislich Schriften des Kaisers Julian (361-363 n.Chr.). Die Gottesauffassung Heliodors, wie sie sich aus den stark religiös gefärbten «Aithiopika» ergibt, muß also im Zusammenhang mit den geistigen Strömungen des 4. Jahrhunderts n.Chr. und den Reformen des Kaisers Julian auf religiösem Gebiet gesehen werden. Der Roman kann somit als geschickte volkstümliche Propagandaschrift für die Bemühungen des Kaisers um die Wiederherstellung des alten heidnischen Glaubens mit gleichzeitiger Schaffung einer ethisch begründeten Vorrangstellung des Gottes Helios unter den übrigen Göttern verstanden werden.
Aus dem Inhalt: Entstehung der «Aithiopika» im 4. Jahrhundert n.Chr. - Die Rolle der einzelnen Götter in der Überlieferung und bei Heliodor - Die Gottesauffassung des Heliodor - Das Werk Heliodors als Propagandaschrift für den alten Glauben.