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Schuldenregulierung nach dem Westfälischen Frieden

Der sog. § "de indaganda</I> und seine Umsetzung im Jüngsten Reichsabschied (AD 1648 und 1654)

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Christian Hattenhauer

De indaganda aliqua ratione - zur Erforschung einer Regelung: Mit diesen Worten beginnt Art. VIII 5 des Westfälischen Friedens (IPO). Dringend erforderlich war diese Regelung zugunsten der durch den Dreißigjährigen Krieg verarmten öffentlichen wie privaten Schuldner. Vor allem die hochverschuldeten Reichsstädte drangen auf Schuldnerschutz. Die extreme Verarmung stellte das Alte Reich, seine beiden höchsten Gerichte sowie die Rechtswissenschaft vor neue Probleme. Die Arbeit verfolgt die Frage der Schuldenregulierung von den ersten Eingaben der Reichsstädte (1640/41) bis zum wohldurchdachten Ausgleich der Schuldner- und Gläubigerbelange im Jüngsten Reichsabschied von 1654. Der Quellenanhang enthält auch bisher unveröffentlichtes Material, das an der vorgeblichen Zahlungsunfähigkeit der staatlichen Schuldner zweifeln läßt.
Aus dem Inhalt: Der Zusammenbruch der deutschen Kreditwirtschaft infolge des Dreißigjährigen Krieges - Schuldenregulierung in den Territorien - Die verschuldeten Reichsstädte vor dem Frankfurter Reichsdeputationstag von 1644 - Das Schuldenproblem auf dem Westfälischen Friedenskongreß - Die Diskussion in der zeitgenössischen juristischen Literatur - Die Stellungnahmen des Reichshofrats Bidenbach, des Reichskammergerichts und des Reichshofrats - Die Beratungen auf dem Regensburger Reichstag - Auswirkungen der Schuldenregulierung im Jüngsten Reichsabschied.