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Akademischer und schulischer Elementarzeichenunterricht im 18. Jahrhundert

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Angelika Plank

Kunst versus Nützlichkeit - diese Formel markiert das Verständnis vom akademischen und schulischen Zeichenunterricht des 18. Jahrhunderts. Die Autorin hingegen zeigt, wie sehr schulischer Zeichenunterricht in akademischer Tradition wurzelt, die aber nicht kunstimmanent zu begreifen ist. Von den systematischen Überlegungen der Renaissance spannt sich der Bogen zur Unterweisung an den Akademien. Inhalte, Methoden und Differenzierung des Zeichenunterrichts entwickeln sich im Kontext gesellschaftlicher Anforderungen. Erst das 18. Jahrhundert verlangt nach breiter Vermittlung von Zeichenkenntnissen. Am Beispiel der Habsburgermonarchie läßt sich diese Entwicklung exemplarisch nachvollziehen. Durch den Ausschluß der Frauen vom Zeichenunterricht wird zudem ein Stück Geschlechtergeschichte offenbar.
Aus dem Inhalt: Kunsttheoretische Überlegungen am Beginn der Neuzeit - Die Wiener Akademiegründungen - Akademischer Elementarzeichenunterricht - Das Verhältnis der Akademien zu den Künstlerinnen - Zeichenunterricht für den Hof und das Bürgertum - Maria Theresias Schulreform - Die Akademie und der Normalschulzeichenunterricht - Die Neuregelung der Architekturausbildung - Mädchenbildung und Zeichenunterricht. Eine neue Entwicklung unter Leopold II. und Franz II. - Abbildungen.