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Die Gesellschaftskritik des Rafael Sánchez Ferlosio

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Benedikt Maria Helfer

Rafael Sánchez Ferlosio, geb. 1917, ist ein zeitgenössischer spanischer Schriftsteller, dessen frühe Romane - Industrias y andanzas de Alfanhuí und besonders das ambitiöse neorealistische Werk El Jarama - bereits seine ihn zunehmend prägende gesellschaftskritische Linie vor dem Hintergrund der frühen Jahre des Franco-Regimes ebenso zu erkennen geben wie seine Neigung zum Experimentieren mit teils unkonventionellen literarischen Stilmitteln. Nach längerem, nur von wenigen eher unbedeutenden Publikationen unterbrochenem Schweigen schuf sich Sánchez Ferlosio gegen Ende der siebziger Jahre einen Namen als überaus scharfsinniger Analytiker und entschiedener Kritiker der gesellschaftlichen Kultur des inzwischen demokratisch gewordenen Spanien, wobei er sich von der novelesken Tradition weitgehend verabschiedete, um sich essayistisch-journalistischen Arbeitsformen zuzuwenden. Insgesamt darf Sánchez Ferlosio als einer der eigenwilligsten Autoren der spanischen Gegenwartsliteratur bezeichnet werden, dessen scharfe Gesellschaftskritik nur bedingt Verbindungslinien zu traditionellen literarischen Strömungen erkennen läßt.
Aus dem Inhalt: Person und Werk Rafael Sánchez Ferlosios - Die Frühwerke Industrias y andanzas de Alfanhuí und El Jarama - Die Zeit des Schweigens - Das spätere essayistisch-journalistische Werk des Autors - Analyse und Bewertung der Kritik Sánchez Ferlosios.