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Picasso und der Existentialismus

Existentialistische Grundstrukturen im Werk Pablo Picassos

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Barbara Regina Renftle

Die Arbeit untersucht die Korrelation und Übereinstimmung von Picassos bildkünstlerischem Schaffen mit der Geisteshaltung des französischen Existentialismus und der Existenzphilosophie, insbesondere der atheistischen. Anhand der ikonologischen Methode werden der in Picassos Kunst wie in der Philosophie des Existentialismus gleichermaßen zum Ausdruck kommende Zeitgeist und das existentielle Seinsgefühl in anschauliche Analogie gesetzt. Beide entspringen denselben Wurzeln. Picassos Werk von 1925 bis 1950 mit Focussierung auf die Zeit der Pariser Okkupation und der Kriegsjahre 1939-45 wird auf wesentliche Topoi existentialistischen Gedankengutes verifiziert. Da der Existentialist neben der schonungslosen Daseinserhellung immer auch Strategien der Erlösung entwickelt, beschäftigt sich die Studie in einem zweiten großen Kapitel mit den Themen Hoffnung, Heil und Erlösung bei Picasso.
Aus dem Inhalt: Historische Grundlagen: Picassos Kontakte zu den französischen Existentialisten - Einführung in die Thematik dt./frz. Existenzphilosophie - Existentialistische Grundstrukturen im Werk Picassos der Jahre 1925-50: Transzendenzlosigkeit, Unheimlichkeit von Welt, Ekel und Begierde, Verzweiflung, Sein-zum-Tode, Angst, Negativität, Absurdität - Strategien der Erlösung: Kulte, Rituale, Magien, Faunische Welten, Pazifistische Utopien, Heilssymbole, Sisyphos, Revolte, Metamorphose - Surrealistische und existentialistische Tendenzen bei Picasso.