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Die Strafbarkeit der Homosexualität von der Kaiserzeit bis zum Nationalsozialismus

Eine Analyse der Straftatbestände im Strafgesetzbuch und in den Reformentwürfen (1871-1945)

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Kai Sommer

Im Jahre 1994 verschwand das Relikt des 175 aus dem Strafgesetzbuch, dessen Nummer aus dem Jahre 1870 stammte. Diese Arbeit dokumentiert die amtlichen Arbeiten an der Reform des Strafgesetzbuches und analysiert die Kontroverse um die Strafbarkeit homosexueller Handlungen. Neben den Kritikpunkten von namhaften Vertretern aus der Rechtswissenschaft und der Medizin reflektiert sie auch die Liberalisierungsversuche der unter Dr. Magnus Hirschfeld in Berlin organisierten Homosexuellenbewegung. Die Darstellung einer der umstrittensten Strafbestimmungen des 19. und 20. Jahrhunderts beinhaltet unveröffentlichte Akten des Reichsjustizministeriums, die Rechtsprechungspraxis, Stimmen aus der Tagespresse, Affären und Skandale sowie die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus.
Aus dem Inhalt: Entstehung des 175 - Amtliche Reformarbeiten und Entwürfe von 1870 bis 1945 - Medizinischer Forschungsstand - Analyse der Petitionen des Wissenschaftlich-humanitären Komitees unter Hirschfeld - Fall Haarmann 1924 - Strafverschärfungen ab 1935.