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Die Türkei: von der West-Integration zur Ost-Wendung?

Institutioneller Verwestlichungsprozeß in der türkischen Geschichte und dessen Auswirkungen auf die türkische Außenpolitik unter besonderer Berücksichtigung der Beziehungen der Türkei zum Europa-Rat, der NATO und der EU

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Yusuf Aslan

Ist die Türkei ein europäisches Land, eine Regionalmacht unter Schwarzmeer-Anrainern oder ein Opfer des radikalen Islams? Der Autor gibt einen Überblick über Theorie, Geschichte und Politik der Integration des Landes in die europäische Institutionenwelt des Europa-Rates, der NATO und der EU. Er führt die gegenwärtigen Probleme der Türkei auf eine asymmetrische Westbindung zurück. Die aktuelle Außenpolitik der Türkei steckt in einem Dilemma: die Vertiefung der Westbindung stößt auf zunehmenden Widerstand in der EU. Die Türkei reagiert mit einem islamischen Regionalismus (ECO, D8-Staaten) und mit Bestrebungen, die Führungsrolle gegenüber den neuen Turkvölker-Staaten im Süden der GUS zu übernehmen, die aber gegenwärtig keinen Ersatz für die Einbindung in europäische Institutionen bieten. Um die Mittlerrolle der Türkei in der Region zu nutzen und die innenpolitischen Spannungen im Lande zu entschärfen, plädiert Aslan für eine vorbehaltlose Öffnung der EU gegenüber der Türkei.
Aus dem Inhalt: Theoretische Grundlagen für eine Integration - Der Verwestlichungsprozeß in der türkischen Geschichte - Die außenpolitische Situation der türkischen Republik ab 1945 - Die institutionelle Westbindung der Türkei - Die Beziehungen der Türkei zu NATO, Europa-Rat und EU - Die Situation der Türkei nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes - Ostwendung? - Alternativen der Türkei.