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Schuberts Lieder nach Gedichten aus seinem literarischen Freundeskreis- Auf der Suche nach dem Ton der Dichtung in der Musik

Kongreßbericht Ettlingen 1997

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Walther Dürr, Siegfried Schmalzriedt and Thomas Seyboldt

In Schuberts Schaffen nehmen seine Freunde eine besondere Rolle ein; ihnen verdankt Schubert etwa ein Fünftel der Texte seiner Lieder. Unter ihnen ragen Johann Mayrhofer und Franz von Schober heraus. Mayrhofer gar ist nach Goethe und Schiller einer der am häufigsten vertonten Dichter Schuberts. Daß Schubert überhaupt zu den Gedichten seiner Freunde gegriffen hat, galt lange Zeit als Indiz dafür, er «habe eben einen recht unsicheren literarischen Geschmack gehabt». Das Ettlinger Symposium 1997 hatte eine dreifache Zielsetzung: Es beschäftigte sich zum einen mit den Strukturen der Freundeskreise um Schubert, den Beziehungen der Freunde untereinander und ihren philosophischen, kunstästhetischen und auch politischen Positionen, zum andern mit den poetischen Besonderheiten der einzelnen Dichter in diesem Kreise und schließlich - «auf der Suche nach dem Ton der Dichtung der Musik» - mit Schuberts Vertonungen.
Aus dem Inhalt: Hans Heinrich Eggebrecht: An die Musik - Walther Dürr: «Tatenfluten» und «bessere Welt». Zu Schuberts Freundeskreisen - Ilija Dürhammer: «Affectionen einer lebhaft begehrenden Sinnlichkeit». Der «Schobert» - Kreis zwischen «neuer Schule» und Weltschmerz - Siegfried Schmalzriedt: «Meiner Seele Saiten streift.» Franz von Schobers Lyrik in Franz Schuberts Vertonungen - Ruth Melkis-Bihler: Politische Aspekte der Schubertzeit - Werner Aderhold: Johann Chrisostomus Senn - Michael Kohlhäufl: «Im Bild' die Zeit der Kraft u. That zu schildern». Literarisches und politisches Bewußtsein im Freundeskreis Franz Schuberts - Hans-Joachim Hinrichsen: «Bertas Lied in der Nacht» (D 653). Schubert, Grillparzer und das Wiener Volkstheater - Manuela Jahrmärker: Barock und Beginn der Moderne. Zu Matthäus von Collins Lyrik und ihrer Vertonung durch Schubert - Carmen Ottner: «Nehmt mir alle Habe gleich, lasset mir nur meine Zither». Sieben Lieder nach Gedichten Franz von Schlechtas (1796-1875) - Andreas Krause: «Und ein Kreis sich um ihr Grabmahl zog». Franz Schuberts «Schwestergruß» (D 762) nach einem Gedicht Franz von Bruchmanns - Arnold Feil: «Des Fischers Liebesglück» (D 933). Leitners Gedicht in Schuberts Komposition: Musikalische Struktur im Lied - Walburga Litschauer: Ignaz Franz Castelli als Textdichter für Schubert - Wilhelm Seidel: «Die Erde ist gewaltig schön, / Doch sicher ist sie nicht.» Über Joseph Mayrhofers Lebenslieder.