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Verborgene Gerechtigkeit

Luthers Gottesbegriff nach seiner Schrift "De servo arbitrio</I> als Antwort auf die Theodizeefrage

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Werner Otto

Die Frage, wie Gott das Leid zulassen kann, trifft in der Christenheit auf tiefe Ratlosigkeit. Martin Luther hat in seiner Auseinandersetzung mit Erasmus von Rotterdam eine bedenkenswerte und überzeugende Erläuterung gegeben. Durch seine Lehre vom verborgenen und offenbaren Gott weist er nach, daß das Theodizeeproblem so lange unlösbar bleibt, wie es auf einem falschen Gottesbegriff beruht. Anstatt zu fragen, warum Gott dieses oder jenes zuläßt, lehrt die christliche Botschaft, was der Glaube für den Umgang mit dem Leid ausmacht: Gott, der in allem mächtig ist, schenkt uns eine Liebe, die nicht an uns ihr Maß hat, sondern an seinem Sohn Jesus Christus. Von dieser Liebe vermag uns keine Macht der Welt, nicht einmal der Tod, zu trennen (Röm 8,35ff).
Aus dem Inhalt: Die Erörterung der Theodizeefrage in der Tradition - Das Verhältnis von Gnade und Freiheit und seine Bedeutung für die Theologie - Das Schöpfungsverständnis als Schlüssel zum Theodizeeproblem - Luthers Gottesbegriff als Antwort auf die Theodizeefrage.