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Gemeinschaft und Geschichtsbilder im Hanseraum

Series:

Thomas Hill and Dietrich W. Poeck

Der Band vereinigt Beiträge zum Geschichtsbewußtsein verschiedener Gemeinschaften – wie Klöstern, städtischen Räten und bürgerlichen Führungsgruppen – in Niederdeutschland und dem Ostseeraum während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. In Geschichtsbildern verdichteten und deuteten die Gemeinschaften ihre vergangenen Erfahrungen, um mit Hilfe der in Wort und Bild geformten Erinnerung die Gegenwart und Zukunft zu gestalten. Mit Altartafeln und Stiftungen zeigten Familienclans ihren vorbildlichen Glauben, mit Stiftungen verwies der hansische Kaufmann zu Brügge und Antwerpen auf seine Ehre und Bedeutung, mit Roland und Artus schließlich zeigten sich die Bürger und Hansestädte den adeligen Herren und Fürsten gleichwertig. Diese Geschichtsdeutungen prägen noch heute unsere Vorstellungen von den Gemeinschaften.
Aus dem Inhalt: Thomas Hill: Stiftermemoria und Gründungsgeschichte als Argument. Zum historischen Selbstverständnis norddeutscher Klöster im Hochmittelalter – Renée Rößner: Hansische Geschichtsbilder. Das Brügger Kontor – Dietrich W. Poeck: Vrigheid do ik ju openbar. Geschichtsbilder in Hansestädten – Frauke Plate: Biddet vor dat geslecht. Memoria und Repräsentation im mittelalterlichen Hamburg – Stefanie Rüther: Strategien der Erinnerung. Zur Repräsentation der Lübecker Ratsherren – Stephan Selzer: Bürger an König Artus’ Tafel. Gemeinschaft und Erinnerung in den Artushöfen des Preußenlandes.