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Karl der Große und die theologischen Herausforderungen seiner Zeit

Zur Wechselwirkung zwischen Theologie und Politik im Zeitalter des großen Frankenherrschers

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Helmut Nagel

Das Grundanliegen des Werkes ist, der Wechselwirkung von politischer und theologischer Entwicklung im Zeitalter Karls des Großen nachzugehen. Dabei werden die drei großen theologischen Auseinandersetzungen zur Zeit Karls des Großen, der sogenannte Adoptianismus-, der Bilder- und der Filioquestreit, unter dem Gesichtspunkt ihrer sozio-politischen Implikationen betrachtet. Die Arbeit macht anhand eingehender Quellenanalysen deutlich, wie sehr Karl der Große und sein Gelehrtenkreis die seit Jahrzehnten von Rom aus an die Karolinger herangetragenen Ideen zu einer eigenen Herrschaftsprogrammatik ausbaute. Die Untersuchung stellt einen systematischen Neuansatz in der Forschung dar, wird doch die bisher isolierte Betrachtung der großen theologischen Debatten im Zeitalter Karls des Großen durchbrochen. Zahlreiche Quellenfragmente sind dabei in Übersetzung dargeboten.
Aus dem Inhalt: Der sogenannte Adoptianismusstreit auf der Iberischen Halbinsel - Die Regensburger Synode (792) - Das Frankfurter Konzil (794) - Die Konzilien von Rom (798) und Aachen (799) - Die literarische Kontroverse um die adoptianische Christologie - Der sogenannte Bilderstreit - Der Ikonoklasmus der byzantinischen Kaiser - Das 7. ökumenische Konzil von Nizäa (787) - Die Stellungnahme Karls des Großen zur Bilderfrage - Die Bilderfrage und die Entwicklung der Kunst im Karolingerreich - Der sogenannte Filioquestreit - Das filioque im Vorfeld der Jerusalemer Kontroverse - Die Jerusalemer Kontroverse - Karl der Große und der Jerusalemer Filioquestreit.