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Deutsche Stimmen der «Sieben Brüder»

Ideologie, Poetik und Funktionen literarischer Übersetzung

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Pekka Kujamäki

Die Studie erläutert die Etappen der deutschen Übersetzungsgeschichte des finnischen Romanklassikers Die sieben Brüder (Originaltitel: Seitsemän veljestä, 1870) von Aleksis Kivi, so wie sie von sechs Übersetzern im Laufe dieses Jahrhunderts bewältigt wurden. Ausgehend von dem für die Kivi-Rezeption typischen Klischee von der überzeugenden Darstellung des finnischen Menschen sowie der ihn umgebenden Welt, beruht die Beschreibung und der Vergleich der Übersetzungen auf der Analyse der Übersetzungen von Realienbezeichnungen: Wie gehen die Übersetzer z.B. mit der von Kivi beschriebenen Lebenswelt der Romanfiguren um? Neben unterschiedlichen Übersetzungsmethoden werden auch ihre Auswirkungen auf das deutschsprachige Profil des Romans deutlich. Zugleich lenkt die Arbeit den Blick auf verschiedene Bedingungen ideologischer, poetischer und funktionaler Art, die potentiell die Entscheidungen der Übersetzer geprägt haben.
Aus dem Inhalt: Zum übersetzungstheoretischen Standort - Ein Gemeinplatz als Ausgangspunkt der Analyse: Übersetzer produzieren Differenzen - Zur äußeren Übersetzungsgeschichte des Romans Seitsemän Veljestä ins Deutsche - Überblick über die Übersetzungsmethoden der Übersetzer am Beispiel finnischer Realienbezeichnungen - Übersetzungen von: Gustav Schmidt (1921) - Haidi Hahm-Blåfield (1935) - Rita Öhquist (1942, 1947, 1962) - Edzard Schaper (1950) - Josef Guggenmos (1961) - Erhard Fritz Schiefer (1989) - Übersetzungen als Einblick in das Original.