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Goethes Morphologie und Kafkas Denken

Kafkas Konzept der ästhetischen Moderne

Series:

Hyesun Chang

Der Reichtum der Ästhetik Kafkas ist der Reichtum der bunten Vielfalt der Melancholiker, die auf paradox scheinende Weise realistische und mythische Momente verbinden. Sie bleiben rational unbegriffen und existentiell unbewältigt, aber doch als Konglomerat von Rollen anschaulich. Kafkas radikale ästhetische Innovation betrifft diese dialektische Imagination, die das Erlebnis der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen ermöglicht. Diese Arbeit stellt den Versuch dar, - vor dem Hintergrund der für die Kunstphilosophie relevanten «Morphologie» Goethes - die spezifische Problematik der literarischen Moderne in Kafkas Denken herauszuarbeiten. Dabei zeigt der Autor, wie Kafka die Darstellung der Melancholiker reflektiert, und entwickelt aus dieser Reflexion die Ästhetik der Negativität, die als eine Antwort auf die Frage der Moderne nach der Form anzusehen ist.
Aus dem Inhalt: Kafkas Ästhetik der Negativität - Zur «Gestalt-Ästhetik» Goethes - Allegorie der unendlichen Fahrt in Kafkas Erzählungen - Zur Morphologie des Proceß - Hegels Theorie des objektiven Humors: Vor dem Gesetz.