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Liberale Illusionen

Unabhängigkeit und republikanischer Staatsbildungsprozeß im nördlichen Südamerika unter Simón Bolívar im Spiegel der deutschen Publizistik des Vormärz

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Joachim Gartz

Seit seiner «Entdeckung» wurde der amerikanische Kontinent in Deutschland Gegenstand einer intensiven geistigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf eine Vielzahl von Publikationen über die Neue Welt entstanden. Ein zentrales Problem war dabei von Anfang an die Frage, inwieweit das Bild, das sich die Europäer von Amerika machten, der fremden Wirklichkeit entsprach. Seit den ersten Berichten über seine Entdeckung wurde Amerika zur Projektionsfläche utopischer Phantasien und Sehnsüchte der Alten Welt. In diesem Sinne blickten auch die deutschen Liberalen des Vormärz in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts erwartungsvoll auf die jungen Republiken Lateinamerikas, und das deutsche Interesse an der Region zeigte sich eindrucksvoll in der Fülle von zeitgenössischen Publikationen zur Person des Libertador Simón Bolívar.
Aus dem Inhalt: Das europäische Lateinamerikabild aus der Perspektive der vergleichenden Imagologie - Das politische Panorama der deutschen Publizistik des Vormärz - Die Rezeption Kolumbiens in der deutschen Historiographie - Die Rezeption Kolumbiens in der deutschen Publizistik.