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Eine Frau geht ihren Weg - von Ravensburg nach Siebenbürgen

Frauenalltag in Siebenbürgen zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus am Beispiel von Maria Klein

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Sabine Liebig

Die sozialgeschichtliche Frauenbiographie entstand durch die Analyse von über 600 Schriftstücken Maria Kleins, ergänzt durch Briefe ihrer Familie, Sekundärliteratur und Interviews mit ZeitzeugInnen. Anhand von Leitfragen konnte das Material strukturiert werden. Untersucht wurde, welche Bedingungen den Alltag einer Frau prägten und welche Möglichkeiten und Methoden sie besaß, um ihn zu bewältigen. Daraus entstand ein Bild vom Leben (Alltag, Erziehung, Persönlichkeit und Politik) einer Frau in Siebenbürgen/Rumänien. Sie nahm die Herausforderung an und meisterte mit großem persönlichen Einsatz und mit viel Engagement ein Leben unter schwierigen gesellschaftlichen und politischen Umständen. Die Biographie ist eingebettet in den historisch-politischen Zusammenhang. Der didaktische Teil befaßt sich mit dem Sinn einer sozialgeschichtlichen Biographie bei der Vermittlung von Geschichte. Wichtig ist hierbei der geschlechter-geschichtliche Ansatz. Hier werden weibliche und männliche Blickwinkel in der Historie berücksichtigt, damit Multiperspektivität und Universalgeschichte entstehen können.
Aus dem Inhalt: Maria Klein, geb. Walcher, Jahrgang 1912 wuchs in Stuttgart und Ravensburg auf. Sie studierte und promovierte in Tübingen. Dort lernte sie Dr. Albert Klein, den späteren Landesbischof der Siebenbürger Sachsen, kennen und ging mit ihm 1938 nach Siebenbürgen/Rumänien. Dort lebte sie bis zu ihrem Tod 1992 und berichtete in Briefen an ihre Mutter über ihr Leben.