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Sult, sprell og Altmulig

Alte und neue Studien zu Knut Hamsuns antipsychologischer Romankunst

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Knut Brynhildsvoll

Die Aufsätze dieser Sammlung befassen sich mit verschiedenen Spielarten des literarischen Modernisierungsprozesses seit 1890 am Beispiel ausgewählter Texte von Knut Hamsun. Die bislang vorherrschende psychologische Rezeption des Hamsunschen Werkes wird dabei radikal in Frage gestellt. Stattdessen werden die herangezogenen Werke - darunter Sult und die August-Trilogie - als Prätexte der klassischen Moderne begriffen und in den Horizont des Expressionismus und des Surrealismus gestellt. Durch die hermeneutische Neubewertung der Texte erscheint Hamsun als einer der wichtigsten Vertreter und Anreger der Frühmoderne, dem Autoren und bildende Künstler wie Franz Kafka, Albert Ehrenstein, August Strindberg, Edvard Munch u.a. entscheidende Impulse verdanken. Die Aufsatzsammlung lenkt so die Aufmerksamkeit auf die von der Forschung vernachlässigten Modernisierungsaspekte im Werk Hamsuns und tritt für eine Revision des ideologisch verkürzten Hamsunbildes ein.
Aus dem Inhalt: Hamsuns antipsychologische Romankunst - Gattungs- und Periodisierungsfragen um die Jahrhundertwende - Hamsun und der Expressionismus - Hamsun und der Surrealismus - Hamsun im Kontext von August Strindberg und Edvard Munch.