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Lohndifferenzierung bei betrieblicher Gruppenarbeit am Beispiel der deutschen Automobilindustrie

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Rolf Bergmann

Die hohen Arbeitskosten in Deutschland erfordern ein Umdenken in der Arbeitsorganisation unserer Betriebe. Die zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit notwendige Produktivität läßt sich kaum noch durch eine Steigerung der tayloristischen Arbeitsteiligkeit und eine höhere Leistungsverdichtung erreichen. In dieser Situation haben sich die Unternehmen darauf besonnen, die Mitarbeiter durch Gruppenarbeit zu motivieren, ihre Kenntnisse und Erfahrungen einzusetzen, um Produkt und Produktionsabläufe zu verbessern, die Maschinen besser auszulasten, Kosten zu senken, termingerecht zu liefern und damit das Unternehmen in die Lage zu versetzen, auf Anforderungen des Marktes flexibler zu reagieren. Am Beispiel der deutschen Automobil- und ihrer Zulieferindustrie wird untersucht, welche Motivation hierbei von den in der Praxis vorgefundenen Lohnsystemen auf in Gruppenarbeit Tätige ausgeht. Weiterhin wird aufgezeigt, welche Tarifpolitik von Arbeitgebern und Gewerkschaften die Einführung von Lohnsystemen fördert, die für Gruppenarbeit vorteilhaft sind.
Aus dem Inhalt: Merkmale, Formen und Ziele der Gruppenarbeit - Anforderungsabhängige und leistungsabhängige Lohndifferenzierung - Rechtliche Grundlagen der Entlohnung - Entgeltaufbau bei neun deutschen Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie - Motivation und Entgelt - Bewertung der untersuchten Lohnsysteme - Entlohnung und Tarifvertrag.