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Leonardismus und symbolistische Ästhetik

Ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte Leonardo da Vincis in Paris und Brüssel

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Isa Bickmann

Die Studie untersucht den «Leonardo-Kult» des Fin de siècle mit dem Ziel, die Spannbreite symbolistischen Denkens systematisch zu erarbeiten. Vorgestellt werden neben Kopien und Paraphrasen nach Leonardoschen Bildwerken vornehmlich die wirkästhetischen Übertragungen literarischer Vorgaben, welche die Leonardo-Rezeption in der bildenden Kunst bis in das 20. Jahrhundert hinein entscheidend prägten. Aufgrund der verschiedenen Rezeptionsebenen, die sich aus der symbolistischen Ideenbildung und der damit einhergehenden Leonardo-Präsenz ergeben, folgt die Arbeit einer themenorientierten Vorgehensweise. Behandelt werden u.a. Motive wie die «Femme fatale» und der «Androgyn», die Porträtauffassung im Symbolismus, die Imagination als immanent symbolistischer Begriff, das Verhältnis zu Natur und Wissenschaft in Abgrenzung zum Impressionismus sowie die Deutung Leonardos als Philosoph und Geheimwissenschaftler.
Aus dem Inhalt: Anwendung Leonardoscher Maltechniken im Symbolismus - Das Frauenbildnis nach Leonardoschem Vorbild - Leonardos St. Jean: Verkörperung des Androgynen - Leonardo - «Peintre des âmes» - Leonardos Unterweisung zur Anregung der Einbildungskraft und ihre Rezeption im Symbolismus - Natur und Wissenschaft - Leonardo als Philosoph und Esoteriker.