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Über die Vollkommenheit des politischen Lebens in drei Büchern

Erstübersetzung von Paolo Parutas "Della perfettione della vita politica. Libri tre</I> (Venedig 1579)- Mit kritischer Einführung und Kommentierung

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Jutta Schmidt

Der venezianische Diplomat, Staatstheoretiker, Historiker und Humanist Paolo Paruta (1540-1598) ist im deutschsprachigen Raum trotz der Bedeutung seiner Ideen für die politische Kultur der späten Renaissance und die Diskussion um die Mischverfassung Venedigs fast gänzlich unbekannt. In seinem philosophischen Hauptwerk versucht Paruta vor dem historischen Hintergrund des Tridentinischen Konzils die im geistigen Klima der Gegenreformation verblühenden Ideale des Humanismus unter veränderten Bedingungen in der spezifisch venezianischen Situation am Leben zu erhalten. Paruta zeichnet das Idealbild eines politisch und ethisch denkenden und handelnden Menschen und versucht, aus den historisch gewachsenen Strukturen des venezianischen Stadtstaates ein idealtypisches Modell abzuleiten.
Aus dem Inhalt: Gegenüberstellung von «vita activa» und «vita contemplativa» - Die Frage nach dem richtigen Weg zu menschlichem Glück und menschlicher Vollkommenheit - Identität von allgemeiner Moral und guter, d.h. gemeinwohlorientierter Politik - Entwicklung einer allgemeinen und damit auch politischen Tugendlehre - Darstellung des idealen Bürgers, der idealen Gesellschaft und des idealen Staates.