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Kellers Prosa

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Diana Schilling

Aus historisch-kritischer Perspektive lesen sich Kellers Texte noch einmal anders. Da erscheint Der grüne Heinrich als ein Roman über die Kunst, auch als Geschichte eines Malers, nicht aber als Künstlerroman. Die Sieben Legenden wie auch Das Sinngedicht können als Antwort auf die Geschichte zeigen, wieviel Aufklärung der bürgerlichen Gesellschaft eigentlich verträglich ist. Die Leute von Seldwyla geben Auskunft über die Demokratie und ihre Grenzen. So gelesen, stehen die Züricher Novellen nicht mehr für nationales Pathos, Martin Salander schließlich erklärt die Krise des Bürgertums im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Aus dem Inhalt: Maler statt Künstler: Der grüne Heinrich - Ein bürgerlicher Katechismus: Sieben Legenden - Enge Welt: Die Leute von Seldwyla - Geschichts-Illusion: Züricher Novellen - Gesellschaftsgeschichten: Das Sinngedicht - Pathologie des Bürgers: Martin Salander.