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Ellipsen in Satzkoordinationen

Syntaktische und semantische Untersuchungen in einer unifikationsbasierten Grammatik

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Hae-Yun Lee

In alltäglicher Kommunikation wird dazu tendiert, redundante Ausdrücke zu vermeiden. Als ein typisches Beispiel stößt man in geschriebenen Texten auf Koordinationsellipsen. Aus der Sicht der Hörer oder Leser müssen dabei ausgelassene Teile auf eine bestimmte Weise hergestellt werden. Hierbei wird eine zweistufige Strategie angenommen: Auf der syntaktischen Ebene bestimmt eine Satzgrammatik, d.h. kopforientierte Phrasenstrukturgrammatik (HPSG), wohlgeformte Koordinationsellipsen. Auf der Diskursebene wird die Interpretation vorgenommen. Hier wird ein Defaultvererbungsansatz aus der Künstlichen Intelligenz herangezogen. Danach werden fehlende Informationen von einem höher angeordneten Satz vererbt. Die Arbeit weist zum einen auf, daß verschiedene Koordinationsellipsen wie Konjunktionsreduktion, Gapping, VP-Tilgung usw. mittels eines einheitlichen Mechanismus analysiert werden. Zum anderen wird gezeigt, daß eine unifikationsbasierte Grammatik über eine Satzebene hinaus Diskursphänomene behandeln kann.
Aus dem Inhalt: Satzkoordination - Koordinationsellipsen - NP-Ellipsen - V-Ellipsen - VP-Ellipsen.