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Versus heroicus

Eine sprech-, sprach- und textanalytische ästhetische Konstruktion von Hölderlins «Archipelagus»

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Fridolin Ganter

Ziel der Arbeit ist es, zu Einem Gedicht Eines Autors den Zugang zu suchen, es zu beschreiben und zu bewerten. Weder Anpassung an Eine Methode, noch Angleichung von Fakten an Eine Theorie, zielt der noetische Standpunkt der Analyse auf Adaptation von Sachverhalten mit Hilfe eines energetisch aufgefaßten Begriffsystems und ist so in beide Richtungen offen. Im Durchgang beseitigt er herrschende Verdeckungen bezüglich aller Ebenen der Sprachbeschreibung am Beispiel. Dessen epischer Charakter wird als «Metapher großer Bestrebungen», die Anrufung des Göttlichen als Extrapolation von Personenverhältnissen herausgestellt. Eine Sprachbetrachtung, welche Bedeutung im System verabsolutiert, scheitert an Hölderlin und wird durch eine ersetzt, die auf die Strittigkeit der Sprachsache selbst ausgeht.
Aus dem Inhalt: Schiller als Adressat - Voraussetzungen der Sprech- und Sprachanalyse - Hölderlins Hexameter: Sprechen und Sprache - Der ästhetische Konflikt im Archipelagus und seine Lösung im Spätwerk - Der Bedeutungsaufbau des Archipelagus - Der Archipelagus als episches Gedicht - Hölderlinphilologie ohne Metaphysik.