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Edward Stillingfleet als Kritiker der Ideenlehre John Lockes

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Gottfried Schwitzgebel

Die Erkenntnistheorie John Lockes wurde immer wieder als reduktionistisch kritisiert. Die Rückführung allen Wissens auf konkrete Inhalte des inneren und äußeren Sinnes und die Rückbindung aller Urteilsfähigkeit an die Erfahrung vernachlässigen gemäß dieser Kritik jeden apriorischen Aspekt der Erkenntnis.
Diese Position teilt auch einer der frühen Kritiker Lockes, Edward Stillingfleet, 1689 bis 1699 Bischof von Worchester. Die Arbeit stellt die Entstehungsgeschichte der Kontroverse zwischen Locke und Stillingfleet dar und reflektiert die Berechtigung der verhandelten erkenntnistheoretischen Argumente. In einem kommentierten Textanhang finden sich alle Quellen der Auseinandersetzung, die bisher nicht in wissenschaftlicher Ausgabe verfügbar sind: Das 10. Kapitel von Stillingfleets A Discourse in Vindication of the Trinity und der erste Brief sowie Auszüge aus dem zweiten Brief Stillingfleets an Locke.
Aus dem Inhalt: Neuzeitliche Erkenntnistheorie – Die Komplexität der Wahrnehmung als Grundlegung einer Theorie des Erkennens und Urteilens – Frühe Wirkungsgeschichte des Werks von John Locke – Theologische und philosophische Kritik am Empirismus – Die anglikanische Kirche im 17. Jahrhundert – Werk und Wirkung des Bischofs Edward Stillingfleet.