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Philosophie aus der Besinnung des Denkens auf sich selbst: Berkeley und Kant

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Elke Stadelmann

Kant bezeichnete Berkeleys Philosophie als 'Hirngespinst' und betonte stets, daß seine eigene Lehre 'gerade das Gegenteil' sei. Dennoch wird bis heute die Philosophie Kants mit derjenigen Berkeleys in Verbindung gebracht. Die Autorin untersucht diese Kontroverse und vertritt die These, daß die Philosophie Berkeleys und Kants von derselben Denkbewegung umspannt wird: Sowohl Berkeley als auch Kant versuchen, das Geschehen des Gegenwärtigseins der Welt zu verstehen. Um dieses zu leisten, entwickeln sie ihre philosophischen Grundlagen auf affirmative Weise weiter. Dem folgt jedoch eine Einsicht, die der Gemeinsamkeit der beiden Denker ihre besondere Bedeutung verleiht: Sowohl Berkeley als auch Kant erkennen, daß ihre affirmative Lehre nicht angemessen ist und beide versuchen, durch eine Besinnung des Denkens auf sich selbst einen Weg zu finden, das Geschehen des Gegenwärtigseins der Welt als solches zu bezeugen.
Aus dem Inhalt: Kants Kenntnis der Werke Berkeleys - Kants Auseinandersetzung mit Berkeley und dem Idealismus - Vergleich von Berkeleys und Kants Ausgangssituation und philosophischen Grundlagen - Die affirmative Ausführung der Philosophie bei Berkeley und Kant - Die Überwindung des dogmatischen Denkens bei Berkeley und Kant.