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Wahrnehmung und Perspektivik in ausgewählten Romanen Virginia Woolfs

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Gudrun Rogge-Wiest

Die Bedeutung, die die Kommunikation mit dem Leser für Virginia Woolf einnahm, wurde in der bisherigen Forschung unterschätzt. Diese Arbeit zeigt, daß in ihren Romanen über die lebensweltliche Erfahrung der Wahrnehmung eine Kommunikationsbasis hergestellt wird. Die von den Figuren erfahrenen Gesetzmäßigkeiten der Wahrnehmung und Erkenntnis gelten auch für die Erzählinstanz und werden außerdem durch die Textgestaltung insgesamt reflektiert. Die Interpretationen ausgewählter Romane in chronologischer Folge zeigen, daß in jedem der Texte ein anderer Aspekt der Thematik dominiert: in The Voyage Out der Diskurscharakter von Wirklichkeitsauffassungen und Ideologien, in Jacob's Room das Verhältnis zwischen Kunst und Wirklichkeit und in Mrs Dalloway die Gegenüberstellung von komplexer Wirklichkeit und Vorstellung. In The Waves wirken verschiedene Aspekte zusammen: das Verhältnis zwischen Wahrnehmung und leitmotivischem Bild, das Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitskern und multipler Persönlichkeit und die Interaktion der Textperspektiven.
Aus dem Inhalt: Interpretationen der Romane The Voyage Out, Jacob's Room, Mrs Dalloway und The Waves unter den Gesichtspunkten Wahrnehmung und Perspektivik - Literarische Gestaltung von Erkenntnis-Skepsis - Wahrnehmungstheorie, 'cognitive theory', Erzähltechnik.