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Interreligiöse Praxis postmodern

Eine Untersuchung muslimisch-christlicher Ehen in der BRD

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Christiane Paulus

Diese Analyse qualitativ durchgeführter Interviews verweist auf die zentrale Relevanz von Differenzen im religionsverschiedenen Ehealltag. Das Verstehen der religiösen und kulturellen Differenzen ergibt sich aus der Bewährungsdynamik, die die Bewährung der eigenen religiösen Identität bei gleichzeitigem positivem Zugang zur fremden Religion des Partners beschreibt. Sie resultiert primär aus weiblicher Beziehungsarbeit, hier entsteht praktisch eine unkonventionelle interkulturelle und -religiöse Wirklichkeit, in der Differenzen verstanden und gefördert werden. Im Zusammenhang mit Geschlecht und Migration ergibt sich für eine Hermeneutik des Fremden und für eine christliche Religionstheologie die Notwendigkeit einer differenztheoretischen Reflexion im Sinne postmoderner Philosophie.
Aus dem Inhalt: Qualitative Studie - Interreligiöse Wirklichkeit gelingt nur praktisch - Postmoderne, differenztheoretische Auseinandersetzung im Bereich feministischer Theoriebildung - Migrationsforschung - Hochislamisierung und interreligiöses Verstehen - Religionstheologie.