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Metropolis und nordische Moderne

Großstadtthematik als Herausforderung literarischer Innovationen in Skandinavien seit 1830

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Ingrid GIienke

Diese Anthologie versammelt Aufsätze Bernhard Glienkes zur skandinavischen Großstadtdichtung von 1830 bis 1995, die im Rahmen eines Forschungsprojektes entstanden sind und in eine geplante dreibändige großstadtthematische Literaturgeschichte Eingang finden sollten. Der einführende Text «Metropolis und nordische Moderne» sowie die Aufsätze über die Pioniere der skandinavischen Stadtliteratur, Hans Christian Andersen, Carl Jonas Love Almqvist, Søren Kierkegaard und Aasmund Olavsson Vinje, verdeutlichen die Konturen des Vorhabens - die Untersuchung der von der Stadtthematik ausgehenden innovativen Impulse für die inhaltliche und formalästhetische Gestaltung literarischer Texte. Kernstück der Untersuchung sind die beiden Kapitel zu den Großstadtromanen Röda rummet (August Strindberg) und Stuk (Herman Bang): Hier verdeutlicht der Autor mit Hilfe einer genauen Stilanalyse, wie Topoi des Städtischen - Masse, Tempo, Warenästhetik - neue Schreibweisen begründen. In den Beiträgen zur dänischen Literatur über Berlin schließlich wird der Bogen von Schellings Vorlesungen an der Berliner Universität 1841/42 über Georg Brandes' Berichte aus der Reichshauptstadt Berlin bis hin zur «virtuellen Stadt Berlin» in der postmodernen dänischen Gegenwartsliteratur gespannt.
Aus dem Inhalt: Metropolis und nordische Moderne: Zur frühen Großstadtdarstellung in den skandinavischen Literaturen - Andersen in den Städten oder die Entdeckung der Schnelligkeit - Almqvist in Paris und den USA - Kierkegaard in Berlin - Vinje in London - «Ich glaube an die Aufhebung der Städte», August Strindberg: Röda rummet (1879) - «Die Geschichte von Kopenhagens Fortuna», Herman Bang: Stuk (1887) - Forvandlingens by: Dänische Berlin-Literatur - Gründerjahre eines Großkritikers: Der Däne Georg Brandes in Berlin.