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Ökonomische Verfahren im Naturschutz

Der Einsatz der Kontingenten Bewertung im Entscheidungsprozeß

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Ulrich Enneking

Die Methode der Kontingenten Bewertung ist ein ökonomisches Instrument zur Bewertung von Umwelteffekten. In dieser Arbeit wird mit der neoklassischen Umweltökonomik zunächst die theoretische Grundlage der Methodik vorgestellt und kritisch hinterfragt. Es folgt ein Überblick über den derzeitigen Forschungsstand der Kontingenten Bewertung und ihre Anwendung auf ein Naturschutzgebiet am Steinhuder Meer im Referendum-Format. Abschließend werden Vorschläge zur methodischen Weiterentwicklung und zu einer interdisziplinär ausgerichteten Forschung gemacht. Es wird deutlich, daß die ökonomische Bewertung eines Naturschutzprojektes zwar prinzipiell möglich ist, aber auf verschiedene empirische Probleme stößt. Anders als allgemein angenommen, sind diese Probleme jedoch nur zum Teil mit dem hypothetischen Charakter der Befragungsmethodik zu begründen. Vielmehr erschwert die Komplexität des Untersuchungsgegenstands 'Naturschutz' die Entscheidungsfindung unabhängig vom verwendeten Verfahren der Entscheidungshilfe.
Aus dem Inhalt: Grundlagen der umweltökonomischen Bewertung – Grenzen der neoklassischen Umweltökonomik – Antwortmodelle und Wohlfahrtsmaße bei der Analyse dichotomer Daten – Die Kontingente Bewertung zur Analyse von Konfliktpotentialen – Psychologische Erkenntnisse, partizipative Planungsansätze und die Zukunft der Kontingenten Bewertung.