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Fachsprache der Physik als begriffliches Instrumentarium

Exemplarische Untersuchungen zur Funktionalität naturwissenschaftlicher Begrifflichkeit bei der Wissensgewinnung und -strukturierung im Rahmen der experimentellen Befragung von Natur

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Winfried Thielmann

Thema dieser Untersuchung ist die Rolle physikalischer Fachsprache bei der Gewinnung und Strukturierung physikalischen Wissens. Anhand physikalischer Fachtexte von Aristoteles bis Einstein werden Grundbegriffe wie Raum, Zeit und Körper auf ihr Lösungspotential bei der wissenschaftlichen Bewältigung von Wirklichkeit hin befragt. Dabei wird sowohl eine sprachtheoretische Fundierung dieser Begriffe im Rahmen der funktionalen Pragmatik als auch eine Charakterisierung des in ihnen geronnenen Theorieverständnisses angestrebt. Die Ergebnisse - u.a. Begriffe als komplexe mentale Verfahren oder Physik als Wissenschaft ohne Wirklichkeitskorrektiv - sollen einen Beitrag zur Sprachtheorie, zur Linguistik der Wissenschaftskommunikation und zu einer sprachanalytisch basierten Wissenschaftstheorie leisten.
Aus dem Inhalt: Was ist ein Begriff? - sprachtheoretische Vorüberlegungen - Die aristotelische Physik: Ding, Ort, Zeit und Zahl - die begrifflichen Grundstrukturen der natürlichen Welt - Buridan: Konstruktionsbegriffe - Galilei: operationale Begriffe - Newton: begriffliche Fiktionen - Lagrange: Kalkül statt Begriff - Einstein: hypothetisches Wissen auf konstruktionsbegrifflicher Ebene.