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Die Darstellung der Revolution von 1848/49 in den Lebenserinnerungen von Carl Schurz und Otto von Corvin

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Stefan Reinhardt

Bei dem Vergleich der Lebenserinnerungen von Schurz und Corvin stellt sich die Frage, warum die Darstellung desselben historischen Ereignisses in autobiographischen Schriften so unterschiedlich ausfällt. Obwohl beide Autoren in Baden Seite an Seite für die demokratischen Ziele der Revolution von 1848 gekämpft haben, werden die Ereignisse dieser Zeit in ihren Werken zum Teil völlig unterschiedlich beschrieben. Dies läßt sich auf die verschiedenen gesellschaftlichen Stellungen von Schurz und Corvin bei der Abfassung ihrer Bücher zurückführen; aber auch ihre unterschiedliche Sozialisation und ihr ungleicher Rang in der Revolutionsarmee trugen dazu bei, daß ihre «Erinnerungen» ein unverwechselbares Aussehen erhalten haben. Die Untersuchung beschäftigt sich daher mit der Herausarbeitung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Erinnerungsschriften und ordnet sie unter historischen und literaturwissenschaftlichen Kriterien ein.
Aus dem Inhalt: Herkunft und Werdegang von Schurz und Corvin - Ihre Motivation zur aktiven Teilnahme an der Revolution auf demokratischer Seite - Die Darstellung der Revolution als Zäsur und Wendepunkt in den Erinnerungsschriften von Schurz und Corvin - Die Lebenserinnerungen als Memoirenliteratur oder Autobiographien?