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Die Staatsphilosophie Giovanni Gentiles und die Versuche ihrer Verwirklichung im faschistischen Italien

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Sebastian Schattenfroh

Die Arbeit befaßt sich mit der politischen Rolle der Staatsphilosophie Giovanni Gentiles. Gentile (1875-1944) hatte vor Entstehung des Faschismus in Italien eine Konzeption vom Staat als politischer Ausdrucksform eines transzendentalen, aber vom konkreten Ich des einzelnen untrennbaren «absoluten» Ich formuliert. Als Erziehungsminister im ersten Kabinett Mussolinis begann er umfangreiche Reformarbeiten im Erziehungs- und Kultursektor. Bis in die dreißiger Jahre hinein war Gentile die zentrale Gestalt der faschistischen Kulturpolitik. Die Arbeit geht der bis heute umstrittenen Frage nach, welche praktische Rolle seine Philosophie und die darauf aufbauende Staatsphilosophie bei der Entscheidung für den Faschismus und in der Kulturpolitik gespielt haben.
Aus dem Inhalt: Der Aktualismus Giovanni Gentiles - Das politische Potential des Aktualismus - Die auf dem Aktualismus aufbauende Staatsphilosophie Gentiles - Die Auswirkungen der Staatsphilosophie auf Gentiles Entscheidung für den Faschismus und auf Gentiles Erziehungspolitik der 20er und 30er Jahre.