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Der Mohr im Mor

Interkulturelles Theater in Theorie und Praxis

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Gabriele Pfeiffer

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts kommt es auf theatraler Basis zu interkulturellen Erscheinungen in Form von «Völkerschauen». Interkulturelle Inszenierungen werden allerdings erst in den letzten Jahrzehnten als solche bezeichnet. Diese Tatsache erfordert einen neuen Zugang zu Theateraufführungen.
Interkulturalismus zeichnet sich nicht mehr durch die Beschäftigung mit Fremdem, sondern durch die Beziehung zwischen Eigenem und Fremdem aus. Die historische Aufarbeitung - beginnend mit Artaud - und die analytische Beschreibung theoretischer Modelle von Verhältnissen zwischen eigenen und fremden Theaterformen sind als Ausgangspunkt für eine mögliche Annäherung an interkulturelles Theater zu verstehen. Diese Methode, interkulturelle Zusammenhänge auf dem Theater aufzuzeigen, soll die Aufführungsanalyse unterstützen. Notwendigkeit und Bedeutung von Interkulturalität als Beziehung werden durch das deskriptive Beispiel I ventidue infortuni di Mor Arlecchino verdeutlicht: Mor Arlecchino - ein personifiziertes Symbol von Intrakulturalität.
Aus dem Inhalt: Beschreibung theoretischer Modelle von Verhältnissen zwischen eigenen und fremden Theaterformen des interkulturellen Theaters - Wahres interkulturelles Theater - I ventidue infortuni di Mor Arlecchino di Marco Martinelli, regia di Michele Sambin - Zwei interkulturelle Besonderheiten: Mor Arlecchino und die Commedia dell'arte - Drei essentielle Kriterien eines interkulturellen Theaters: die Forschung, der Unterschied im Unterschied, der Verlust.