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Christlicher Haß wider die Welt

Philosophie und Staatstheorie des Johann Valentin Andreae (1586-1654)

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Christoph Neeb

Johann Valentin Andreae ist bekannt als der Autor der ersten Rosenkreuzer-Schriften und als Verfasser der Utopie Christianopolis. Die Rosenkreuzer-Schriften einerseits wurden zum Anlaß genommen, Andreae zum Gründer der Rosenkreuzer und Eingeweihten zu stilisieren sowie seine Schriften zu mystifizieren. Seine Utopie andererseits veranlaßte Interpreten dazu, ihn als biederen Lutheraner darzustellen. Beides wird Andreae, der viele weitere bedeutsame Schriften verfaßt hat, nicht gerecht.
Das Geheimnis Andreaes läßt sich enträtseln, wenn man in einer immanenten Interpretation seine Schriften als Gesamtheit zu verstehen versucht. Die Untersuchung will dies leisten und lädt dazu ein, Andreae auf eine neue Weise zu erfassen sowie den Zauber sowohl seiner Schriften als auch seiner Zeit neu zu erspüren.
Aus dem Inhalt: Die «Alchemie» des J. V. Andreae - Praxis pietatis: der Einfluß Johann Arndts und Martin Luthers auf Andreae - Christianopolis: ein Staat ohne Herrschaftsvertrag und Staatsraison - Wissenschaft ohne curiositas - Andreae als utopischer Schriftsteller.