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Christa Wolf und Sowjetrußland 1945-1991

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Tanja Walenski

Die Publikation untersucht zwei weithin unerforschte Aspekte der Biographie und des Werkes der Schriftstellerin Christa Wolf: Zum einen ihr Bild von der Sowjetunion von Stalin bis Gorbacev, das sie sich auf Reisen und in Bekanntschaften mit Russen gemacht hat, zum anderen die Rezeption ihres Werkes in der UdSSR im gleichen Zeitraum. Beide Aspekte werden in ihrer Entwicklung und Wandlung nachgezeichnet. Die Studie fragt auch, welche Bedeutung russische und sowjetische Schriftsteller für Wolfs Werk hatten, und verfolgt konkrete komparatistische Ansätze. Im Ergebnis wird hervorgehoben, daß die UdSSR für die Autorin zeitlebens einen zentralen Bezugspunkt bildete. Der Anhang bietet erstmals ein umfangreiches chronologisches Verzeichnis der Schriften Wolfs in russischer Sprache sowie ein alphabetisches Verzeichnis der sowjetischen literaturkritischen Texte zu Christa Wolf.
Aus dem Inhalt: Angst: Erste Begegnungen mit Russen in der SBZ - Ideal UdSSR: Reisen nach Moskau, Kiew und Gor'kij 1957-1968 - Moskauer Novelle, Der geteilte Himmel, Nachdenken über Christa T.: Rezeption, Übersetzung, Zensur und Vergleiche mit Werken Tolstojs, Dostoevskijs und Garsins - Ambivalenz: Begegnung mit Dissidenten, Reisen nach Moskau und Leningrad 1970-1973 - Kindheitsmuster: Rezeption und verspätete Publikation - Kritik: Wolfs gewandeltes Verhältnis zur SU während des Kalten Krieges und Glasnost' - Kassandra, Störfall: Rezeption und Vergleich mit Ajtmatov - Wolfs Lektüre russischer und sowjetischer Schriftsteller.