Show Less
Restricted access

Erzählen in Russland

Rolf Herkelrath

Die Beiträge des Bandes umfassen zwei Jahrhunderte russischer Erzähltradition – vom Sentimentalismus bis zu jüngsten literarischen Erscheinungen. Aufgenommen wurden auch Artikel, die das Phänomen des Erzählens tangieren (Balladen, Rezeption im Ausland, mediale Verarbeitungen, sprachliche Klischees).
Aus dem Inhalt: Andreas Guski: Blick, Bild und Szene in der Prosa des russischen Sentimentalismus – Reinhard Ibler: Zur Entwicklung von Aleksandr Puškins Balladendichtung: Das Motiv von Liebe und Untreue – Bodo Zelinsky: Erzählen bei Gogol’ – Wolfgang Schwarz: Arbes - Gogol’ - Poe. Zur Problematik der Rezeption eines Fantastik-Modells – Birgit Menzel: N. Leskovs Lady Macbeth des Mzensker Kreises und ihre intermedialen Verarbeitungen – Ulrich Steltner: Das Schattenreich - Sologubs symbolistisches Erzählen – Rainer Goldt: Eschatologie des Bösen? Endzeitreflexionen in Leonid Andreevs späten Tagebüchern und Dnevnik Satany – Armin Knigge: von Makar Čudra zu Klim Samgin: Schwierigkeiten mit Gor’kij – Karlheinz Kasper: Prosa als ungebundener Flugkörper. Evgenij Zamjatins Beitrag zu einer Poetik der Narration – Silke Waber: Die «Reisebeschreibungen» Iosif Brodskijs. Topographie und Historiographie in ihrer Signifikanz für die Handlungs- und Denkräume dieser Prosa – Dagmar Burkhart: Formen der gestörten Kommunikation bei Jurij Trifonov – Ute Borgwardt: Blindheit und (Leucht)feuer - dystopische Pole in der Prosa V. Makanins – Ute Scholz: Novellistisches Erzählen und Karnevalisierung in der Postmoderne. Vjačeslav P’ecuchs Potop (1988) – Christine Engel: Spiele - Spielregeln - Spiele mit den Regeln. Evgenij Popovs Erzählung Billi Bons – Brigitte Flickinger: Erzählen in Rußland – Erzählen ohne Pointe – Fiona Corrigan: Subtext oder Ljudmila Petruševskaja und das Erzählen eines rücksichtsvollen Folterknechts – Gudrun Goes: Erzählen über Medea – Elena Tikhomirova: Die zeitgenössische russische Literatur und ihr Verhältnis zum schriftsprachlichen Wort – Gassan Gussejnov: Das Stalinzitat im russischen Diskurs.