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Ehe als Lebensbund

Die Unauflöslichkeit der Ehe als Herausforderung für den Dialog zwischen katholischer und evangelisch-lutherischer Theologie

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Karl-Heinz Selge

In der Studie wird aus der Perspektive einer theologisch verantworteten Kirchenrechtswissenschaft der gegenwärtige ökumenische Diskurs über die Ehe als unauflöslicher Lebensbund untersucht. Dabei geht es um den Abbau vereinfachender und verfälschender Vorurteile hinsichtlich des Verständnisses der Unauflöslichkeit als unaufgebbares Charakteristikum der Ehe. Hierzu werden die rechtlichen und theologischen Implikationen einer normativ eingeforderten Unauflöslichkeit erörtert. Als Ergebnis der Analyse wird u.a. der Aspekt der Glaubensgebundenheit für die Begründung des christlichen Ehestandes vorgelegt. Von hierher ist auch ein besserer Verständniszugang eröffnet sowohl für die einschlägigen Bestimmungen des CIC als auch für die evangelisch-lutherische Praxis hinsichtlich der Möglichkeit zu neuerlicher Trauung nach erfolgter Ehescheidung. Es werden Erkenntnisse gewonnen, die einen wesentlichen Bezug zur katholischen Doktrin und Rechtsprechung aufweisen.
Aus dem Inhalt: Die gemeinsame theologisch-kirchliche Tradition des Abendlandes - Die theologische Tradition des Luthertums - Die neuzeitlichen Entwicklungen des katholischen Verständnisses von Ehe und lebenslanger Bindung - Konzeptionen zur Erhellung der Wirklichkeit unlösbarer ehelicher Bindung - eine Auswertung doktrineller Entwürfe seitens katholischer und evangelisch-lutherischer Theologen der Gegenwart.