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Die Konstitution von Minderheiten und die Ethnisierung sozialer und politischer Konflikte

Eine Untersuchung am Beispiel der im griechischen Thrakien ansässigen Moslemischen Minderheit

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Sevasti Trubeta

In diesem Band wird das Phänomen der ethnisch ausgewiesenen Soziogenese von Minderheiten behandelt. Dieses diachronische und in verschiedenen Gesellschaftstypen auftretende Phänomen wird am Fallbeispiel der in Westthrakien beheimateten Moslemischen Minderheit untersucht. Der Prozeß der Fremd- und Selbstdeutung dieser Minorität wird rekonstruiert. Dem bestehenden Diskurs entsprechend stellen die identitätsdeutungsfähigen Varianten Religion, Nation und soziale Lage die primären Untersuchungsindikatoren dar. Eine eingehendere und komparative Untersuchung - zum Teil durch empirische Datenerhebung - von zwei der Teilgruppen dieser Minderheit, nämlich der Pomaken und der Roma, veranschaulicht, welche der drei genannten Indikatoren bei der Herausbildung ihrer Identität überwiegt.
Aus dem Inhalt: Ethnisierungsfähige gesellschaftliche Momente - Die Moslemische Minderheit als zwischenstaatliches Streitobjekt - Das abstrakte und das konkrete Fremdbild der Pomaken: ein Gegensatz - Hellenisierungspolitik - «Scheinmoslems», «Kryptochristen» und nationale Doktrin - Minderer sozialer Status - Akkulturation.