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Wahrnehmungs- und Urteilsrelativität bei Erwachsenen und Kindern: Psychophysikalische Bezugssystemeffekte in der Zeitwahrnehmung

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Birsen Cangöz

Im Laufe unserer alltäglichen Erfahrung bilden wir absolute Urteile. So sagen wir es dauert lange oder es dauert nicht lange. Die psychologische Bezugssystemforschung beschäftigt sich mit den Einflüssen der Umgebungsreize auf unser Urteil und zeigt, daß unsere Umwelt je nach Umfeldbedingung (Kontext) unterschiedlich wahrgenommen und beurteilt wird.
Die Psychophysik hat sich bis heute nur sehr wenig mit Bezugssystemeffekten im Bereich der Zeitwahrnehmung befaßt. In dieser Arbeit wurde zum erstenmal unter allgemein- und entwicklungspsychologischen Aspekten überprüft, inwieweit sich ein integratives Reizgeneralisationsmodell, das erfahrungsbedingte Urteilsänderungen in Abhängigkeit von den psychophysikalischen Kontextbedingungen voraussagt, im Bereich der Zeitwahrnehmung behaupten kann.
Die Ergebnisse unterstützen das Modell und belegen, daß die Beurteilung gleicher Zeitlängen von dem jeweiligen Kontext, von der Erfahrung sowie auch vom Alter der Probanden (Kinder und Erwachsene) abhängt.
Aus dem Inhalt: Zeitwahrnehmung - Wahrnehmungs- und Urteilsrelativität - Bezugssystemeffekte - Integratives Reizgeneralisationsmodell.