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Phantastische Elemente im postmodernen Roman

Formen und Funktionen non-mimetischer Darstellungsweisen in ausgewählten Werken der englischsprachigen Literatur

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Anke S. Herling

Die Postmoderne, in der die Wirklichkeit relativ und die Realität zunehmend virtuell wird, verändert auch die literarische Auseinandersetzung mit der Welt. Dementsprechend werden realistische Darstellungen und mimetische Wiedergabeformen in zeitgenössischen Romanen zunehmend durch phantastische Elemente ergänzt oder ersetzt. Die Studie stellt das Phänomen phantastischer Weltanschauungen in einen allgemeinen historischen und kulturellen Zusammenhang und diskutiert den in der Forschung bislang oft widersprüchlich oder einengend verwendeten Begriff der literarischen Phantastik. In der Untersuchung diverser englischsprachiger Romane geht sie dann der Frage nach, wie und mit welcher Wirkung Phantastik eingesetzt wird und zur literarischen Auseinandersetzung mit verschiedenen aktuellen Fragestellungen der Postmoderne beiträgt. Es wird sowohl eine kulturelle Zeitströmung, als auch eine allgemeine menschliche Disposition zu nicht-empirischen Vorstellungen herausgearbeitet, die in der Verwendung von Phantastik einen spezifisch postmodernen Ausdruck findet. Dabei dient sie jedoch nicht der Förderung eines der Phantastik häufig unterstellten Eskapismus, sondern fördert auch die Reflexion aktueller Themen.
Aus dem Inhalt: Postmoderne und Weltdeutung - Begriff des Phantastischen - Phantastik und Dekonstruktion von Metaerzählungen - Sinnstiftung durch Magie - Menschenbild in der Postmoderne - Behandelte AutorInnen: Peter Ackroyd, Julian Barnes, Angela Carter, William Gibson, Terry Pratchett, Salman Rushdie.