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Absatzförderung durch «zinssubventionierte» Darlehen

Eine wettbewerbs- und kartellrechtliche Studie zur Zulässigkeit von Niedrigzins-Kreditangeboten unter besonderer Berücksichtigung des Automobilmarktes

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Patrick Lenz

Die Arbeit thematisiert unter wettbewerbs- und kartellrechtlichen Gesichtspunkten Absatzstrategien in Form von Niedrigzinskrediten seitens der Industrie und des Handels. Dieses Absatzförderungsinstrument hat verstärkt seit Anfang der achtziger Jahre namentlich auf dem Automobilmarkt in beträchtlichem Umfang um sich gegriffen. Anhand einer auch Rechtstatsachen einbeziehenden Analyse zeigt diese Untersuchung, daß Niedrigzinskredite nicht immer eine Bewertung als echte Finanzinnovation verdienen, sondern bisweilen Scheingünstigkeiten für die Verbraucherseite vorspiegeln. Einwände rühren dabei weniger aus der Anwendung der Formaltatbestände der Zugabeverordnung und des Rabattgesetzes als auch der des Irreführungsverbotes des 3 UWG. Mögliche Täuschungen über die den Käufer bzw. Kreditkunden treffende Belastung mit Finanzierungskosten sind hierbei - insbesondere im Falle drittfinanzierter Abzahlungskäufe - trotz der verbraucherschützenden und an sich «unbestechlichen» Pflichtangabe des Effektivzinses nicht ausgeschlossen. Ergänzend werden praktische Wege zur Vermeidung einer Täuschung der Verbraucher aufgewiesen.
Aus dem Inhalt: Spektrum der Niedrigzinsfinanzierung - Wirtschaftliche Hintergründe für die Gewährung von Niedrigzinsdarlehen - Absatzfinanzierungspraxis im Automobilfinanzierungsbereich - Darstellung der Prozeßpraxis - Auseinandersetzung mit wettbewerbs- und kartellrechtlichen Bedenken - Analyse der Angabe des Effektivzinssatzes - Praktische Lösungswege zur Vermeidung wettbewerbsrechtlicher Konflikte.