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Geistiges Aristokratentum im Dienste der Demokratie: Thomas Mann und Paul Valéry

Vergleich des politischen Denkens in den Jahren 1900-1945

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Olivier Bollacher

Über Jahrzehnte verfolgten Paul Valéry und Thomas Mann neben den Ereignissen in Literatur, Philosophie, Kunst und Wissenschaft stets auch das politische Geschehen. Die Zahl ihrer zeitkritischen Schriften ist beachtlich, originell sind viele darin ausgebreitete Gedanken. Als «Wanderprediger der Demokratie» verkörperte Thomas Mann das Weimarer Deutschland, ähnlich wie Valéry als Kulturbotschafter an der Seite Briands die französische III. Republik vertrat. Im Rahmen des Völkerbunds kamen sie in den dreißiger Jahren regelmäßig zusammen, um vielfach für die gleichen Ideen einzutreten: namentlich für Völkerverständigung, kulturellen Austausch und Europäische Integration. Während des 2. Weltkriegs blieben sie in ihrer Unabhängigkeit geistige Aristokraten, vertraten aber entschieden die freiheitlichen, humanistischen und christlichen Ideale des Demokratischen.
Aus dem Inhalt: Goethe - Nietzsche - Geistesaristokratismus und Eliteverständnis - Allmähliche Politisierung - Die Wende zum Demokratischen - Republikanische Repräsentanz - Zwischen Tradition und Modernität.