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Die politische (Un-)Person

Politisches Denken am Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen

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Thomas Link

Wodurch definiert sich reifes staatsbürgerliches Selbstbewußtsein? Welche Anforderungen muß eine Person erfüllen, um die Fähigkeit zugesprochen zu bekommen, Politik adäquat zu verstehen? Zusätzliche Brisanz bekommen diese Fragen bei der Beschreibung des Übergangs vom Jugend- zum Erwachsenenalter. Auf dreierlei Weise wird in dieser Arbeit der Bedeutungshorizont des Begriffs der politischen Reife untersucht: durch die Analyse der diskursiven Strategien, mit Hilfe derer beispielsweise Jugendliche als politisch unreif beschrieben werden, durch die Realisierung einer prototypischen Umfrage und durch die detaillierte Darstellung von neun Fallgeschichten, in denen Zwanzig- bis Dreißigjährige, die ihre formale Volljährigkeit gegenüber den latenten Abhängigkeiten vom Elternhaus verteidigen müssen, ihr Politikverständnis zum Ausdruck bringen und in eine lebensgeschichtliche Perspektive einbetten.
Aus dem Inhalt: Politikverdrossenheit Jugendlicher - Generationen von Staatsbürgern - Triangulation, Methodenkritik - Erzählte Politik: Neun Fallgeschichten - Perspektivität als konstitutives Moment demokratischen Selbstverständnisses.