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Lastkraftwagenverkehr und Rationalisierung in der Weimarer Republik

Technische und ökonomische Aspekte fertigungsstruktureller und logistischer Wandlungen in den 1920er Jahren

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Frank Lippert

Die Weimarer Rationalisierungsbewegung ist bislang kaum erforscht. Auf Basis der damaligen produktionstechnischen und marktökonomischen Notwendigkeiten wird herausgearbeitet, daß die technische Teilmodernisierung zur betriebswirtschaftlichen Fehlrationalisierung werden konnte. Ursächlich hierfür war der zunehmende Fixkostendruck durch eine immer kapitalintensivere Fertigung, dem durch Flexibilisierung der Logistik entgegengewirkt werden sollte. Diesem Zweck diente der neue Verkehrsträger LKW, der als schnell, flexibel und kostengünstig galt. Er sollte neue Absatzmärkte, aber auch Einsparungspotentiale in der Lagerhaltung erschließen. Der beginnende LKW-Verkehr führte zu erhöhter Markttransparenz, gestiegenem Wettbewerbsdruck und unkalkulierbaren Kostenstrukturen in den Betrieben.
Aus dem Inhalt: Industrielle Rationalisierung und Logistik in der Weimarer Republik - Entwicklung und Rahmenbedingungen des LKW-Verkehrs - Technische und ökonomische Dimensionen des LKW-Verkehrs - Möglichkeiten und Grenzen des LKW als Instrument zur Rationalisierung der Logistik.