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«symbolica venatio» und «scientia aenigmatica»

Eine Strukturanalyse der Symbolsprache bei Nikolaus von Kues

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Katrin Platzer

Die Denkweise des Nikolaus von Kues, die immer wieder Anlaß zu unterschiedlichen Deutungsversuchen gegeben hat, kann zutreffend als Symboldenken charakterisiert werden. Wichtigstes Anliegen dieser Untersuchung ist es, mittels einer Strukturanalyse der Symbolsprache Eigenart und Eigenbedeutung des cusanischen Denkens aufzuzeigen, das sich der «symbolica venatio» bedient, um zur «scientia aenigmatica» zu gelangen. Wesentliche Bedeutung eignet dabei den Symbolen aus dem Bereich des Lichtes und des Sehens. Vor dem Hintergrund der optischen und perspektivischen Tradition entwickelt Nikolaus von Kues eine metaphysisch-physische Lichttheorie. Das Denkmodell des Spiegels bietet eine symbolhafte Zusammenfassung der cusanischen Denkweise. Die Idee der Perspektive gewinnt zentrale Bedeutung als Reflexionspunkt der Unendlichkeitsspekulation.
Aus dem Inhalt: «symbolica venatio» und «scientia aenigmatica» als cusanische Lösungsversuche des Darstellungsproblems – Der optische Gehalt und die metaphysische Bedeutung der cusanischen Lichtsymbolik – Das Symbol des Spiegels als Denkmodell bei Nikolaus von Kues – Die Idee der Perspektive als künstlerisches Mittel und philosophischer Begriff bei Nikolaus von Kues.