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Wien 1897

Kulturgeschichtliches Profil eines Epochenjahres

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Glanz

1897 kam es in Wien zu entscheidenden Ereignissen für die weitere Entwicklung der Moderne, etwa die Gründung der Secession oder Mahlers Verpflichtung an die Hofoper. Auch die Modernisierung des Alltags erfuhr wichtige Impulse, von der ersten elektrischen Straßenbahn über das Riesenrad im Prater bis hin zur erstmaligen Promotion einer Frau an der Universität. Diesen Akzenten stehen jedoch vor allem im politischen Bereich Manifestationen von Tendenzen entgegen, die sich der Moderne gegenüber als ambivalent, distanziert oder ablehnend erweisen sollten. Die Kür Luegers und das Scheitern Badenis können dafür als beispielhaft gelten.
Der Band enthält Beiträge einer internationalen interdisziplinären Tagung zum Thema «Wien 1897».
Aus dem Inhalt: Jürgen Nautz: Politik und Lebenswelt in Wien um 1897 – James Deaville: «Die Wacht an der Donau»?!?. The Wiener akademischer Wagner-Verein, Wiener Moderne and Pan-Germanism – Reinhard Johler: Moderne, Antimoderne und die Erfindung von Tradition in Wien (und Iglau) zur Jahrhundertwende – Allan Janik: Zur kulturellen Archäologie der Jahrhundertwende – Elisabeth Großegger: Wien 1897. Der Direktionswechsel am Burgtheater 1897/1898 – Anna Milanowski: Der Zeitzeuge Tadeusz Rittner und seine polnischen Feuilletons – Gilbert Carr: Zwischen Kaffeehaus, Gerichtssaal und Presse: Zur Entstehung und Rezeption von Karl Kraus' Die Demolirte Literatur – Scott Messing: Franz Schubert and Viennese Modernity – Julian Johnson: The Sound of Nature? - Mahler, Klimt and the changing representation of Nature in early Viennese Modernism – Charlotte M. Cross: 'Aesthetic Modernism' and Schoenberg's Fin-de-siècle Theory of Composition – Gertraud Pressler: Aus Wiener Lieddrucken der Jahrhundertwende.